Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 31. März 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge, Beratungen und sonstigen Leistungen zwischen Verity Webdesign, Inhaberin Stephanie Oswald (nachfolgend „Auftragnehmerin“), und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“).
(2) Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie öffentlich-rechtliche Sondervermögen.
(3) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, die Auftragnehmerin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsschluss und Leistungsumfang
(1) Grundlage des Vertragsschlusses ist das individuelle Angebot der Auftragnehmerin. Die Auftragnehmerin arbeitet nach dem Prinzip „Festpreis nach Scope“. Der genaue Leistungsumfang (inkl. Struktur, WordPress-Setup, Performance-Vorgaben und ggf. Barrierefreiheits-Audits) wird im Angebot detailliert beschrieben. Die Leistungen stellen je nach Art Werk- oder Dienstleistungen dar.
(2) Ein Vertrag kommt durch die Annahme des Angebots in Textform (z.B. E-Mail genügt) durch den Auftraggeber zustande.
(3) Änderungen oder Erweiterungen des im Angebot definierten Leistungsumfangs („Scope Creep“) bedürfen einer gesonderten vertraglichen Vereinbarung in Textform und können zu Zusatzkosten führen.
§ 3 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Auftraggeber verpflichtet sich, die Auftragnehmerin bei der Leistungserbringung aktiv zu unterstützen. Er stellt alle für das Projekt benötigten Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten) rechtzeitig, vollständig und in einem verarbeitungsfähigen Format zur Verfügung.
(2) Sofern der Auftraggeber Inhalte liefert, stellt er sicher, dass diese frei von Rechten Dritter sind und nicht gegen geltendes Recht (insbesondere Urheberrecht und Wettbewerbsrecht) verstoßen. Die Auftragnehmerin führt keine rechtliche Prüfung der übermittelten Materialien durch.
(3) Verzögert sich die Projektdurchführung aus Gründen, die der Auftraggeber zu vertreten hat (z. B. verspätete Lieferung von Inhalten oder verspätetes Feedback), so verschieben sich zugesagte Fertigstellungstermine entsprechend.
§ 4 Barrierefreiheit (BFSG / WCAG)
(1) Die Auftragnehmerin achtet im Rahmen der Leistungserbringung auf grundlegende Prinzipien der Barrierefreiheit (Struktur, Kontrast, Semantik).
(2) Eine verbindliche Erfüllung spezieller rechtlicher Vorgaben gemäß dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) oder nach bestimmten WCAG-Kriterien (z.B. Level AA) wird nur dann vertraglich geschuldet, wenn dies als explizites Leistungspaket oder Add-on im Angebot vereinbart wurde.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Alle genannten Preise sind Nettopreise. Da die Auftragnehmerin gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) handelt, wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
(2) Soweit nicht anders im Festpreis-Angebot vereinbart, erfolgt die Rechnungsstellung in drei Schritten (Zahlungsplan laut Angebot, standardmäßig 40/40/20): 40 % als Anzahlung bei Vertragsschluss, 40 % nach Design-/Konzeptfreigabe und 20 % nach Abnahme bzw. Live-Gang der Website.
(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
§ 6 Kündigung und Projektabbruch
(1) Kündigt der Auftraggeber den Vertrag vorzeitig, ohne dass die Auftragnehmerin dies zu vertreten hat, behält die Auftragnehmerin den Anspruch auf die vereinbarte Gesamtvergütung abzüglich etwaiger ersparter Aufwendungen.
(2) Alternativ kann die Auftragnehmerin bei vorzeitiger Kündigung durch den Auftraggeber eine pauschale Vergütung in Höhe von 15 % der auf den noch nicht erbrachten Teil der Leistung entfallenden Vergütung verlangen, sofern der Auftraggeber nicht nachweist, dass ein geringerer oder gar kein Schaden entstanden ist.
§ 7 Abnahme
(1) Nach Fertigstellung des Projekts (oder definierter Teilschritte) wird die Auftragnehmerin den Auftraggeber in Textform zur Abnahme auffordern.
(2) Die Abnahme gilt als stillschweigend erfolgt, wenn die Auftragnehmerin den Auftraggeber zur Abnahme auffordert, eine angemessene Prüffrist von mindestens 14 Tagen gewährt und der Auftraggeber innerhalb dieser Frist keine wesentlichen Mängel in Textform rügt. Ebenso gilt die Übernahme der Website in den produktiven Echtbetrieb (Launch) als Abnahme.
§ 8 Urheberrecht und Nutzungsrechte
(1) Alle Urheberrechte an den von der Auftragnehmerin erstellten Leistungen (Designs, Konzepte, Code-Strukturen) verbleiben bei ihr.
(2) Mit vollständiger Zahlung der vereinbarten Vergütung räumt die Auftragnehmerin dem Auftraggeber die für den jeweiligen Vertragszweck erforderlichen, zeitlich und räumlich unbeschränkten Nutzungsrechte an der fertigen Website ein.
(3) Die Auftragnehmerin behält sich das Recht vor, die erstellte Website (auch in Auszügen) als Referenz in ihrem Portfolio (z.B. unter /projekte/) zu präsentieren.
§ 9 Gewährleistung und Haftung
(1) Die Auftragnehmerin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Auftragnehmerin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Diese Haftung ist maximal auf die Höhe der vereinbarten Gesamtvergütung des jeweiligen Projekts begrenzt.
(3) Für Mängel an Drittsoftware (z.B. WordPress Core, Plugins, Themes) sowie Server-Ausfälle von Hosting-Anbietern übernimmt die Auftragnehmerin keine Haftung.
(4) Die Auftragnehmerin übernimmt keine Garantie oder Gewährleistung für bestimmte wirtschaftliche Erfolge, Conversion-Raten oder SEO-Rankings.
(5) Nach der Abnahme liegt die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Betrieb, Updates und die Sicherheit der Website sowie für Schäden, die durch nachträgliche Änderungen des Auftraggebers oder Dritter entstehen, ausschließlich beim Auftraggeber, es sei denn, es wurde ein separater Wartungsvertrag vereinbart.
§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Die Parteien beachten die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.
(2) Sofern die Auftragnehmerin im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien auf Anfrage einen separaten Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab.
§ 11 Keine Rechtsberatung
(1) Die Auftragnehmerin führt ausdrücklich keine Rechtsberatung durch. Die Erstellung, Prüfung und rechtliche Pflege von Impressum, Datenschutzerklärung, AGB oder Cookie-Bannern obliegt allein dem Auftraggeber.
(2) Die Auftragnehmerin übernimmt lediglich die technische Einbindung der vom Auftraggeber (z. B. über eRecht24, IT-Recht Kanzlei oder durch einen eigenen Anwalt) bereitgestellten Texte in das System.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Auf Verträge zwischen der Auftragnehmerin und dem Auftraggeber findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung.
(2) Soweit zulässig, ist der Erfüllungsort und ausschließliche Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen der Geschäftssitz der Auftragnehmerin (Kiel). Dies gilt insbesondere, wenn der Auftraggeber Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist (§ 38 ZPO).
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht.
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